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Startseite > Artikel > Hexen und ihre Verfolgung in der frühen Neuzeit

Artikeldatum: 2006-12-04 | Autor: Anabell Hinke | Aufrufe: 10645 | Kategorie: Bunt gemischt

 

Hexen und ihre Verfolgung in der frühen Neuzeit

Die Höhepunkte der Verfolgung von Hexen und die Hexenprozesse fielen nicht in das finstere Mittelalter, sondern waren ein Produkt der frühen Neuzeit. Vorsichtigen Schätzungen zur Folge wurden circa 50.000 Menschen vor allem in Europa als Hexen, Hexer aber auch als Wehrwölfe hingerichtet. Im finsteren Mittelalter hingegen galt nicht die Zauberei, sondern der Glaube daran als frevlerisch. So wurden 1090 in Freisingen zwar drei Wettermacherinnen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber dies geschah gegen den Willen der Kirche. Eine Wende der Kirche zu der Frage ob es Hexerei und Zauberei gibt, tritt mit den Auftreten von Ketzern, wie den Albigensern auf. Der heilige Thomas von Aquin, Kirchenlehrer des 13. Jahrhunderts, bestätigt die Existenz von Hexen und Dämonen.
Die theoretischen Grundlagen für die Hexenprozesse wurden zum Teil im 15. Jahrhundert aufgestellt. Damit konnten Hexenprozesse endlich klar von Prozessen gegen Ketzer abgegrenzt werden. Mit den Themen Hexenverfolgungen, Hexerei, Zauberei und wie man das Hexenproblem beseitigen könne, beschäftigen sich nicht irgendwelche vom Glauben verwirrte Mönche, sondern angesehene Geisteswissenschaftler oder auch Rechtsgelehrte. Sie nutzten ihr Wissen und ihre Integrität als Gelehrten, um Werke gegen die Hexerei zu schreiben. Damit hatten sie die öffentliche Meinung auf ihrer Seite, den ihre Vorstellungen über das Hexenunwesen gingen mit denen des einfachen Volkes, mit dem weit verbreiteten Aberglauben, konform. Sie waren Wegbereiter der Hexenverfolgung.
Der Hexenhammer, der 1486 von Heinrich Kramer in Speyer veröffentlicht wurde, und eine wichtige Grundlage für die Hexenprozesse wurde, wurde aus Angst geschrieben. Für den Autor war das Auftreten von Hexen ein sicheres Vorzeichen dafür, dass das Ende der Welt nahe sei, wenn gegen diese nichts unternommen werde. Das Werk war so populär, dass es bis ins 17. Jahrhundert 29 Mal neu aufgelegt wurde.
Kritik an der Hexenverfolgung war damals eine mutige Sache, denn wer Hexen für harmlos hielt, war erst mal selbst verdächtig. Trotzdem gab es Mutige, die zuerst anonym, später unter ihrem Namen, gegen die Hexenprozesse und ihre Ungerechtigkeit protestieren. So wies der Jesuit Friedrich von Spee darauf hin, dass ein Inquisitor einmal damit prahlte, dass er sogar den Papst zu dem Geständnis bringen könnte, ein Hexer zu sein. Aber es dauerte, bis sich die Kritik durchsetzte. So wurde die letzte Hexe auf europäischen Boden 1792 in Polen verbrannt.

 
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