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Artikeldatum: 2007-04-18 | Autor: Peter Mayer | Aufrufe: 10533 | Kategorie: alles Mögliche

 

Canyoning, Klettern, Rafting in Österreich

Beim Canyoning folgt man dem Lauf des Wassers eines Baches. Dabei wird ein Erlebniswert erreicht, der nur sehr schwer beschreibbar ist: Ist es die Nähe zum Element Wasser, ist es die Landschaft? Ist es die nicht alltägliche Umgebung schlechthin, oder liegt es daran, dass einem schon des öfteren einiges an Überwindung abverlangt wird?
Wer nicht springen will (in einigen, jedoch nicht allen Schluchten möglich), der muss zumeist immerhin abseilen. Wo gesprungen wird, dort gibt es einen Wasserfall. Und hier wird Abseilen erst zum richtigen Erlebnis.
Es trennt sich auch hier die Spreu vom Weizen der verschiedenen Anbieter. Manche verweigern strikt das aktive (selbstständige) Abseilen der Teilnehmer. Es ist halt einfacher, die Person anzuhängen, runter zu lassen, schon ist der nächste an der Reihe. Es gibt kein Zagen, kein Verzögern, der Teilnehmer kann das Tempo ja nicht beeinflussen. Als Entschuldigung für die Methode müssen Sicherheitsaspekte herhalten.
Für das aktive Abseilen ist eine Einschulung, meistens noch im Trockenen für alle Teilnehmer notwendig. Dafür ist man aktiv beteiligt, übernimmt Verantwortung für sich und für die anderen, denn zumeist sichern sich die Teilnehmer durch eine einfache Methode gegenseitig - somit ist das Risiko vielleicht sogar geringer als bei der passiven, einfachen Methode. Aber es hat sich bewährt: Die Teilnehmer nehmen aktiv am Geschehen teil, sind aufmerksamer, insgesamt sicherer unterwegs und die ganze Tour wird zum noch gelungeren Erlebnis.
Die meisten Touren dauern etwa 3 - 5 Stunden, hängt auch von der Gruppengröße, Tour und Wetterlage ab. Fast alle Touren sind auch für Anfänger geeignet. Leute, die schon viel Canyoningerfahrung haben und ganz besondere Touren suchen, geben sich am besten schon bei der Buchung zu erkennen.
Beim Rafting hingegen geht es etwas moderater zu. Bitte das nicht misszuverstehen, denn der naturbelassene Fluss, die Salza bietet einiges an Überraschung, Strömungen, Schwälle, weißes Wasser. Aber man sitzt im Boot, je nach Temperament vorne, ganz nahe am Geschehen und entsprechend nass; oder eben die vorsichtigeren Naturen, die weiter hinten in der Nähe des Bootsführers Platz nehmen. Es soll ja auch Leute geben, die rein wegen des Naturerlebnisses eine Raftingfahrt buchen. Gerechtfertigt ist dies allemal: Auf der Salza, einer der bevorzugten steirischen Raftingflüsse folgt das Wasser einem fast vollkommen naturbelassenen Flussbett, was leider in Europa eine ganz besondere Seltenheit schon geworden ist.
Vor allem in der Palfauer Schlucht, die zu Fuß so ziemlich unbesuchbar ist, taucht man tief ein, in eine unberührte Landschaft, man vergisst, sich in Österreich zu befinden, glaubt sich in ein fremdes, fernes Land versetzt.
Wenn es der Wasserstand oder der Mut der Teilnehmer es erlaubt, dann kann von einer Stelle, mitten in der Felswand in den Fluss gesprungen werden. Es ist möglich, an einer geeigneten Stelle einmal schwimmend einen Flussabschnitt zu bewältigen, was einem erst den richtigen Eindruck der Naturgewalt vermittelt.
Natürlich darf ein gemütlicher Ausklang an der idyllischen Ausstiegsstelle auch nicht fehlen, beim Zusammensitzen lässt man gerne die Fahrt noch einmal Revue passieren...
Das Klettern hat in letzter Zeit einen wahren Boom erlebt. Vielleicht auch bedingt durch das Hallenklettern. Doch ich bevorzuge eindeutig das Klettern in freier Natur und da an Stellen, an die die Narben der Zivilisation kaum hinreichen, sodass man ungestört eintauchen kann, in eine neue Welt!
Ist jedoch keine neue Welt, wie mir mehr und mehr bewusst wird: Klettern ist doch etwas, das der Mensch noch vor dem Gehen lernt, das Krabbeln, das sich Hochziehen, später das Klettern am Regal, Schubladen, das so manche Mutter an den Rand des Verrücktwerdens treibt.
"Klettern braucht nicht gelernt zu werden, es braucht nur erinnert zu werden!" ist deswegen mein Leitspruch bei Kletterkursen. Bei mir selbst habe ich immer mehr den Verdacht, dass die Faszination des Kletterns in dieser Zurückversetzung liegt (ich gebe es ja zu!), Zurückversetzung in früheste Kindheit, das schöne Gefühl, eine Stelle geschafft zu haben, einen neuen Bewegungsablauf entdeckt zu haben, die Grenze zwischen Möglich und Unmöglich zu erforschen und auch verschieben zu können. Und das alles wesentlich gefahrloser als noch in der Kindheit: Die jetzt schon recht ausgefeilte Sicherungstechnik und Reduktion auf das Wesentliche lässt das Klettern (bei Wissen und Einhaltung dieser Regeln!) zu einer sehr sicheren Sportart werden.
In den Kursen, vornehmlich im Freien beginnen wir sofort mit dem Klettern, keine lange Theorie in den Hinterzimmern der Gasthöfe, etc. Wir beginnen sofort, die Knoten und das Sichern werden Dir vorgezeigt, während Du das schon zur Anwendung bringst, Fehler gleich korrigiert - natürlich! Aber am Abend hast Du eine ganze Menge gelernt und vor allem warst in der Natur, mit lieben Menschen, hast geklettert und geklettert und geklettert.
Weil da eben viel auf einen einstürmt und man sich bei schnellem Lernen nicht alles merken kann, gibt es am Schluss eine kleine Broschüre, da kann man sich beim nächsten Klettern nochmals vergewissern, dass sich nicht doch ein Fehler eingeschlichen hat.
Also, auf geht`s!

Peter Mayer

 
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